Saturday, November 19, 2016

Das Hinterhaus revisited.

Ich lese gerade ein Buch, das ich neulich in Deutschland gekauft habe, von Journalistin und Autorin, Mirjam Pressler, die einen erweiterten Blick über die Lage der Familie Frank während des Dritten Reiches wirft. Das Buch 'ich sehne mich so' Die Lebensgeschichte der Anne Frank wurde erst 1992 in Deutschland veröffentlicht. Ob es eine englische Version gibt, bin ich mir nicht sicher.


Annes geteiltes Zimmer mit Herrn Pfeffer

Wir haben vermutlich in der Schule 'The Diary of Anne Frank' lesen müssen. Entweder damals in der Schule oder erst nachher, habe ich die Geschichte gelesen, aber das war schon eine Weile her. Mir wird nur das Oberflächliche über Anne Frank und ihre Familie im Kopf noch übrig.

Fakten: Anne und ihre Familie haben während des zweiten Weltkriegs in Amsterdam untertauchen müssen. Die Familie ist endlich von jemandem verraten worden und die Familie wurde von den Nazis erwischt. Nur Otto Frank, Annes Vater, hat die KZ-Zeit überlebt. Nach einigen Jahren hat Otto Frank erlaubt, dass Annes Tagebuch veröffentlicht wurde.

Vor ein paar Jahren habe ich in der Zeitung gelesen, dass die Geschichte, die Otto Frank publizieren liess, sei eine abgekürzte Version. Er wolle nicht unbedingt haben, dass die intimen Ausschnitte von Anne ein Publikum bekämen.

Pressler untersucht einige Nuancen der Geschichte. Annes Eltern kommen mir als völlig verwirklichte Menschen vor, die mit Schwach -und Starkpünkten (wie wir allen) geprägt waren. Ich erfahre, dass Otto und Edith Frank ein ganzes Jahr auf das Untertauchen vorbereitet haben. Wie haben sie vor ihren Töchtern die Pläne geheim gehalten? Leicht wäre das bestimmt nicht gewesen.

Die Familie Frank, die Familie van Pels und Fritz Pfeffer, ein Bekannte von denen, lebten zusammen im Hinterhaus zwei jahrelang, bevor sie verraten worden sind. Geholfen waren die Versteckte von sechs Niederländern. Eine von denen hiess Miep Gies. Mieps Erinnerungen werden oft in diesem Buch erwähnt. Ihre Erinnerungen helfen dem Leser teilweise verstehen, wie die Versteckte miteinander umgegangen sind.

Otto Franks Familie hat seit dem 16. Jahrhundert in Frankfurt gelebt. Sein Vater war erfolgreicher Kaufmann. Wie Otto stamm Edith auch aus einer wohlhabenden Familie in Deutschland. Vom Buch bekomme ich den Eindruck, dass Edith eine 'proper lady' waren. -gut erzogen, gut benehmend. Trotz guter Erziehung und genau weil die Bedingungen im Hinterhaus ziemlich unglücklich waren, hat Edith sich erlaubt, schlecht über Frau van Pels zu reden. So etwas wissen wir nur wegen Mieps Aussage. Miep hat mitgeteilt, wie schwierig es für Frau Frank gewesen sein müsse, wenn sie sich über anderen beklagen könne.

Anne war ein Mädchen wie so viele andere, die unter den Nazis ihr Leben sinnlos verloren hat. Nur weil Annes Tagebuch von Miep gehalten wurde, werden wir Leser heutzutage erlaubt, einen genaueren Blick auf ein normales Leben zu bekommen, das unter nicht normalen Bedingungen geführt wurde. Für diesen Blick bin ich Miep Gies und Otto Frank sehr dankbar. Für Presslers Buch bin auch extrem dankbar.

2 comments:

  1. Bea, though I am of German heritage, I no speaka any German and found no translation gadget.

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    1. Oh, rats! :) I picked up a wee scholarly text re: the story of Anne Frank on a recently trip to Germany. The author had read everything ever written on the subject before writting her own thoughts on the matter. The picture given is fuller than what one would take away after having read just the diary. It's a sad, engaging read.

      I thought Google translates texts, no? Anyway, I really wanted to practice my waning German abilities, hence this post. Grüße, Bea

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